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Fab, Linux Outlaws Podcaster

Fabian A. Scherschel, ein Universitätsstudent aus Bonn, Deutschland, ist in der Linux Gemeinschaft durch den Linux Outlaws podcast mit Dan Lynch bekannt. Fab enthüllt in diesem Interview, dass er Fedora und die darin enthaltenen Audio-Werkzeuge für die Podcast -Aufnahme sowie Nachbearbeitung verwendet.

Fabian Scherschel

Wo lebst du?

Ich wurde in Duisburg, Deutschland geboren und lebe derzeit in Bonn (was etwa 100 km südlicher liegt).

Was bist du von Beruf?

Ich studiere momentan moderne Geschichte, Politik und Englische Literatur an der Universität und arbeite zudem Teilzeit im technischen Support.

Was ist dein Spitzname im IRC?

fabsh.

Wann hast du das erste mal von Fedora gehört?

Nachdem ich mich auf die FUDCon auf dem LinuxTag 2009 verirrt hatte, testete ich zuerst Fedora 11 aus und stellte dann vollends auf Fedora um, als die Version 12 erschien.

Viele Leute kennen dich als einen der Podcaster des Linux Outlaws podcast. Verwendest du Fedora, um einige dieser Podcasts zu produzieren?

Ja. Alle Aufnahmen und Nachbearbeitungen werden mit Fedora gemacht, dies beinhaltet auch das Live-Streaming der Episoden. Unsere Web-Server laufen jetzt alle mit CentOS.

Welche Anwendungen benutzt du in Fedora, um euren Podcast zu produzieren? Wofür ist jede einzelne Anwendung zuständig?

Ich benutze hauptsächlich Audacity für die Nachbearbeitungen und editiere alles damit. Audacity ist ein Wave-Datei-Editor. Von Zeit zu Zeit mache ich auch einige Aufnahmen oder Bearbeitungen in Ardour, was mehr eine digitale Audio-Workstation ist. Wir haben auch die Intro-Musik mit Hilfe dieser Tools aufgenommen und abgemischt. Da ich verantwortlich bin für alle Design- und Website-Arbeiten rund um die Show, benutze ich oft Inkscape und GIMP für das Erstellen von Grafiken. In der Regel zeichne ich Original-Designs in Inkscape, einem Vektorgrafik-Programm und mache anschließend die Verarbeitung oder allgemeine Verbesserungen in The GIMP, einem Raster-basierten Werkzeug. Hinzu kommt, dass ich alle meine Schreibarbeiten und Codierungen mit gedit erledige, dem besten Text-Editor auf der ganzen Welt. Für das Surfen im Web, was ich sehr oft mache, vor allem für Recherchen für die Show und die Shownotes, nutze ich Chromium.

Wo findest du interessante Audio-Vorlagen für eure Podcasts?

Die erste Adresse für Toneffekte ist Project Freesound und wir finden fast die gesamte Creative Commons Musik, die wir in unserer Show einsetzen entweder auf Jamendo oder Soundclick.

Hast du einige Tipps für begeistere angehende Podcasters, um tolle Podcasts mit Fedora zu erzeugen?

Alle Tools befinden sich in Reichweite deiner Fingerspitzen und sie sind alle frei wie in Freiheit. Mein wichtigster Tipp wäre ein anständiges Kondensator-Mikrofon und ein kleines Mischpult, für insgesamt ungefähr $150, welche du mit in deinem Computer über eine USB-Schnittstelle verbinden kannst. So vermeidest du im Vornherein eine Menge Probleme wegen billiger Soundkarten (vor allem in Laptops) und du erhältst Audioqualität auf professionellem Niveau, ohne dass du dich mit schlechten Headsets usw. herum ärgern musst. Darüber hinaus solltest du das nötige Engagement mitbringen, regelmäßig Shows zu veröffentlichen. Ach ja, wenn du z.B. auf Schwierigkeiten mit Audio-Treibern oder dergleichen stößt, habe keine Angst, Fehler zu melden und über die Mailing-Liste Fragen zu stellen. Die Menschen in Fedora sind unglaublich nett und hilfsbereit, wenn du nur den Mut aufbringst und deine Fragen stellst ...

Kann jemand, der Fedora nicht benutzt, trotzdem euren Podcast anhören?

Wir veröffentlichen alle unserer Shows im Ogg Vorbis- sowie MP3-Format.

Kannst du uns etwas von einem kürzlich mit Fedora erstellten Podcast erzählen? Wann können wir ihn anhören?

Alle Linux Outlaws Folgen sind auf linuxoutlaws.com zu finden, bereitgestellt durch Fedora und CentOS. Ich spreche in der Show oft über Fedora-Themen, wir haben zum Beispiel eine ganze Spezialsendung über Fedora 13 gemacht (Hören Sie sie hier!)

Kannst du uns einen verborgenen Fedora Schatz verraten, den du uns gerne weitergibst?

Als Podcaster und jemand, der jeden Tag einige Stunden Podcasts hört, ist gPodder, ein voll funktionsfähiger Podcast-Client, wohl eines der coolsten Programme in Fedora, das sich aus den Paketquellen installieren lässt. Seit kurzem zeichne ich auch sehr gerne mit MyPaint, einem ausgezeichneten künstlerischen Werkzeug, besonders wenn man ein Grafiktablett mit Stift hat.

Danke Fab!

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